Wenn Sie Ihre Bankgeschäfte über das Internet abwickeln,
sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie innerhalb eines weltweiten Datennetzes
sensible persönliche Daten versenden. Daher sollten Sie bei der
Weitergabe Ihrer Daten auf höchste Sicherheit bedacht sein, denn
nicht nur am Geldautomaten können Kriminelle Ihren PIN ausspähen
und damit Ihr Konto leer räumen, auch beim Online-Banking laufen
Sie Gefahr, dass Ihnen bei der Eingabe von PIN und TAN jemand „über
die Schulter schaut“.
Wie funktioniert Online-Banking? Das PIN/TAN-System
In den meisten Fällen erfolgt das Online-Banking über eine
Kombination von PIN und TAN. PIN steht für persönliche Identifikationsnummer
und ist eine Zahlenkombination die nur Ihnen persönlich bekannt
ist. Mit Ihrer Kontonummer und Ihrer PIN, die nicht der PIN für
Abhebungen am Geldautomaten entspricht, sondern separat bei Ihrer Bank
beantragt werden muss, gelangen Sie zur Kontoübersicht und können
die letzten Kontobewegungen prüfen. Um Überweisungen zu tätigen
brauchen Sie zusätzlich die Transaktionsnummern (TAN), die Ihnen
separat von Ihrer Bank zugeschickt werden. Jede TAN können Sie
nur einmal verwenden. Um die Sicherheit zu erhöhen, haben einige
Banken die TAN nummeriert und akzeptieren die Eingabe nur in dieser
Reihenfolge.
Wie ist das Ausspähen im Internet möglich?
Phishing (eine Wortschöpfung die aus password fishing gebildet
wurde) bedeutet, dass Sie durch die List eines Betrügers dazu bewegt
werden sollen, Ihr Passwort und Ihre TAN herauszugeben. Der Betrüger
fischt also nach diesen Daten, greift dann auf Ihr Konto zu und kann
Ihr Geld auf sein Konto überweisen.
Wie kommt der Betrüger an Ihre Bankdaten? Oft erhalten Sie als
Bankkunde offiziell wirkende eMails, in denen Sie aufgefordert werden
Ihre PIN und eine TAN anzugeben. Durch einen Link in der eMail werden
Sie scheinbar auf Ihre Bankseite geführt. Tatsächlich wird
die aufgerufene Seite so aussehen, wie die Internetseite Ihrer Bank.
Es handelt sich jedoch nur um eine Fälschung, die dazu dient, Ihre
Zugangsdaten und die TAN abzufragen. Die Gründe die vorgegeben
werden, um Ihnen PIN und TAN zu entlocken sind vielfältig. Manchmal
wird sogar in einer Phishing-eMail vor Phishing gewarnt und dem Leser
nahegelegt, sein Konto zu kontrollieren – tut er dies, so wird
er selbst zum Phishing-Opfer.
Daneben können auch Viren und Würmer Ihren Rechner so manipulieren,
dass Sie bei dem nächsten Online-Besuch Ihrer Bank auf eine Seite
des Betrügers geraten, deren Tarnung so gut ist, dass es selbst
erfahrenen Surfern nicht auffällt. Ihr Rechner kann sich z.B. über
Anhänge in eMails infizieren. Es gibt auch Viren, die Ihre TAN
nicht nur ausspähen, sondern zudem noch während der Eingabe
manipulieren. Der Bankkunde erhält dann seitens der Bank eine Fehlermeldung
wegen der falschen Eingabe, und der Betrüger kann die richtige
TAN für seine Überweisung verwenden.
Wie kann ich mich vor Phishing schützen?
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Kontrollieren Sie die Internetseiten
Ihrer Bank regelmäßig auf aktuelle Sicherheitshinweise.
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Führen Sie in Internet-Cafés
oder über öffentliche zugängliche Computer keine Bankgeschäfte
durch. Möglicherweise können die übertragenen Daten
mitgeschnitten werden.
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Wenn Sie eine eMail Ihrer Bank
erhalten, melden Sie sich im Zweifelsfall telefonisch bei der Bank,
um die Richtigkeit des Inhalts zu prüfen.
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Bedenken Sie: Ihre Bank wird Sie
niemals außerhalb eines Überweisungsauftrages dazu auffordern,
PIN oder TAN einzugeben.
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Nutzen Sie niemals einen Link
aus einer Mail, um ein Bankgeschäft zu tätigen. Es ist sicherer,
selbst die Adresszeile Ihrer Bank einzugeben.
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Wenn die Verbindung während
eines Online-Banking-Vorganges abbricht, informieren Sie sofort Ihre
Bank, ändern Sie möglichst schnell Ihre PIN oder falls dies
nicht möglich ist, blockieren Sie den Onlinezugang bewusst durch
die Eingabe einer falschen PIN.
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Kontrollieren Sie regelmäßig
Ihr Konto, vereinbaren Sie gegebenenfalls mit der Bank ein Tageslimit
für Überweisungen.
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Leiten Sie mögliche Phishing-eMails
an die Kriminalpolizei weiter.
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Überwachen Sie Ihren eMail-Eingang:
Löschen Sie im Zweifel unerwartete Nachrichten mit Dateianhang,
da diese Viren oder Trojaner enthalten könnten.
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Speichern Sie PIN und TAN NIEMALS
auf Ihrem PC.
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Bewahren Sie Ihre TAN-Liste an
einem sicheren Ort auf.
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Verwenden Sie einen Virenscanner
und Sicherheitssoftware und aktualisieren Sie diese regelmäßig.
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Prüfen Sie die Adressleiste
Ihres Browsers, ob sie mit Ihrer Bankadresse übereinstimmt oder
verdächtige Anhänge hat.
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Achten Sie darauf, dass Ihre Kontodaten
nur verschlüsselt übertragen werden. Ob eine Verschlüsselung
vorliegt, erkennen Sie an dem Kürzel „https“.
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Prüfen Sie die Sicherheitszertifikate
durch einen Doppelklick auf das Schlosssymbol auf der gesicherten
Website darauf, ob der Urheber der Seite tatsächlich Ihre Bank
ist.
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Mai 2006