Impressumspflicht: Diese Informationen gehören auf die Website

Laut Telemediengesetz (TMG) sind fast alle Betreiber von Internetseiten dazu verpflichtet, ein Impressum anzugeben. Verstöße gegen die Impressumspflicht können mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Zudem besteht ein Abmahnrisiko durch Mitbewerber. Doch welche Pflichtangaben gehören auf die Website, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein?

Wir geben Tipps und bieten eine Mustervorlage.

Stand der Informationen : Mai 2020

Was ist ein Impressum?

Das Impressum ist eigentlich nichts Anderes als eine Visitenkarte. Es enthält alle wichtigen Angaben zu einem Unternehmen oder Online-Shop-Betreiber. Somit können Kunden schnell und einfach erkennen, mit welchem Anbieter sie einen Vertrag schließen und an wen sie sich bei Fragen oder Problemen wenden können.

Wer unterliegt der Impressumspflicht?

Die Impressumspflicht betrifft fast alle Websites und wird vor allem im Telemediengesetz §5 geregelt. Demnach müssen alle Internetseiten, die einem gewerblichen Zweck dienen, ein Impressum einbinden. 

Die Impressumspflicht gilt zudem für Suchmaschinen, Online-Shops oder Social Media Profile auf Facebook, Instagram, Twitter & Co., die zur Verkaufsförderung oder als Kommunikationskanal von Unternehmen genutzt werden.

Eine männliche Person sitzt an einem Schreibtisch und bedient ihren Laptop.

Wann braucht man kein Impressum?

Betreiben Sie aus rein privaten oder familiären Gründen eine Internetseite, besteht in der Regel keine Impressumspflicht. Auch wenn Sie nur gelegentlich Verkäufe über Auktionsplattformen tätigen, sind Sie nicht dazu verpflichtet, ein Impressum anzugeben.

Anders sieht es aus, wenn Sie mit Ihrem Webauftritt Geld verdienen, zum Beispiel über Werbeanzeigen oder mit einem Blog. In diesem Fall müssen Sie ein Impressum nach dem TMG auf Ihrer Seite einbinden.

Muster-Impressum: Diese Pflichtangeben gehören auf die Webseite

Es ist nicht wirklich schwer ein vollständiges Impressum auf seiner Website einzubinden. Unser Musterbeispiel dient zur Orientierung, welche Angaben enthalten sein müssen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich in wenigen Schritten mit einem Impressum-Generator eine maßgeschneiderte Lösung erstellen zu lassen.

  • Name und Vorname des Seitenbetreibers
    (bei Unternehmen: Unternehmensname sowie Name und Vorname des Vertretungsberechtigten)

  • Rechtsform
    (bei juristischen Personen)

  • Anschrift - ein Postfach reicht nicht aus!
    (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort)

  • E-Mail-Adresse

  • Telefonnummer

  • Faxnummer
    (wenn möglich)

  • Umsatzsteuer- oder Wirtschaftssteuer-Identifikationsnummer
    (wenn vorhanden)

  • Handels-, Vereins-, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister mit Registernummer

  • Verlinkung auf die Online-Streitbeilegungsplattform
    (Online-Shops, die sich an Verbraucher richten, müssen den Link seit 2016 setzen)


Wichtig

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, das Impressum anwaltlich prüfen zu lassen.



Wie muss das Impressum erreichbar sein?

Nach dem Telemediengesetz ist das Impressum „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten“. Doch was genau bedeutet das für mich als Website-Betreiber? 

Wir empfehlen, die Informationen unter dem Menüpunkt „Impressum“ in der Navigation auf Ihrer Website einzubinden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Angaben von jeder Unterseite aus problemlos erreichbar sind.

Abmahnung bei fehlendem Impressum

Seitenbetreiber sollten sich in jedem Fall an die vorgegebenen Informationspflichten halten. Wer gegen das TMG verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. Zusätzlich können Mitbewerber Unterlassungsansprüche geltend machen, die oft durch kostenpflichtige Abmahnung durchgesetzt werden.

Weiterführende Informationen zum Impressum können Sie unserer Broschüre entnehmen.

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