SEPA-Lastschrift/Einzugsermächtigung

Stand der Informationen: Oktober 2016


Im Alltag kommen Verbraucher um Lastschriftverfahren (Einzugsermächtigungen und Abbuchungsverfahren) kaum herum. Versicherungen, Strom-, Gas-, Telefon- und Internetanbieter akzeptieren nicht immer Zahlungen per Überweisung. Diese Form der Zahlung ist für Kunden und Händler bequem und kostengünstig. Für Kunden hat sie auch den Vorteil, dass die Möglichkeit besteht, die Zahlung wieder rückgängig zu machen.

Gut zu wissen: Für eine Rücklastschrift, fallen Gebühren an, deren Höhe individuell zwischen Lastschriftinhaber und der jeweiligen Bank ausgehandelt wird. Eine gesetzliche Höchstgrenze gibt es hier nicht.

Achtung: Bei Erteilung eines Lastschriftmandats über das Internet liegt dem Händler in der Regel keine schriftliche Einzugsermächtigung des Kunden vor. Kommt es zum Streit mit dem Kunden, kann der Händler die Rechtmäßigkeit des Einzuges nur schwer nachweisen.

Achtung:  Der Entzug der Einzugsermächtigung befreit den Kunden nicht von seiner Pflicht, auch den zugrundeliegenden Vertrag zu kündigen. Einzugsermächtigung und Vertrag sind stets getrennt voneinander zu behandeln.

 

Wie funktioniert das SEPA-Lastschriftverfahren?

Seit Ende 2009 können Sie Lastschriftverfahren auch grenzüberschreitend durchführen, beispielsweise um Stromrechnungen für ein Ferienhaus in Frankreich zu bezahlen. Hierfür müssen Sie dem Stromanbieter den Zugriff auf Ihr Konto gestatten. Man spricht dabei von der Erteilung einer Einzugsermächtigung bzw. eines SEPA-Mandats.

Welche Arten von SEPA-Lastschriftverfahren gibt es?

Für Gewerbetreibende untereinander gibt es die SEPA-Firmenlastschrift. Als Verbraucher steht Ihnen die SEPA-Basislastschrift zur Verfügung. Im Gegensatz zur SEPA-Firmenlastschrift besteht bei der SEPA-Basislastschrift die Möglichkeit, eine Zahlung rückgängig zu machen. Hier gilt eine Frist von acht Wochen, gerechnet ab der Kontobelastung.

Welche Hindernisse gibt es noch?

Alle deutschen Banken haben inzwischen das SEPA-Lastschriftverfahren eingeführt. Unternehmen im EU-Ausland weigern sich jedoch noch häufig, Geldbeträge von einem deutschen Konto einzuziehen. Sie sollten daher mit dem Unternehmen vorab klären, ob es Zahlungen über Ihr deutsches Konto akzeptiert.