So schützen Kunden ihre Daten im Netz

Internetnutzer können sich wehren, wenn Online-Unternehmen Ihre Daten zu Unrecht sammeln oder weitergeben.

 

1. Auskunft und Löschung

Internetnutzer können jederzeit Auskunft darüber verlangen, welche personenbezogenen Daten das Online-Unternehmen über sie gesammelt hat. Zudem können sie fordern, dass personenbezogene Daten gelöscht werden, wenn sie unerlaubt gesammelt wurden.

Musterbriefe

Auf der Webseite des vzbv finden Internetnutzer Musterbriefe, mit deren Hilfe sie sich unkompliziert an das Online-Unternehmen wenden können.


2. Tracking-Tools

Internetnutzer können sich dagegen wehren, das Online-Unternehmen Tracking-Tools einsetzten (D.-IV.), d.h. analysieren, welche Seiten oder Produkte sie im Internet anklicken. Sie können dem Einsatz entweder im Einzelfall widersprechen oder Ihren Browser so einstellen, dass er das Tracking blockt. Informationen wie letzteres funktioniert, stellen die Browserhersteller zur Verfügung.

3. Recht auf Vergessen – Suchmaschinen

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Internetnutzer gegenüber den Betreibern von Suchmaschinen ein Recht auf Vergessen haben. Das bedeutet, dass sie sich dagegen wehren können, wenn Informationen über sie mit Suchmaschinen auffindbar sind. Sie können sich zum Beispiel dagegen wehren, dass veraltete Bilder oder Zeitungsartikel dort gefunden werden. Als ersten Schritt sollten Internetnutzer den Betreiber anschreiben mit der Aufforderung, die entsprechenden Links zu löschen.

4. Tipps zum Datenschutz im Internet

Auf der Website des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschlands und bei dem Online-Angebot: Deutschland sicher im Netz finden Internetnutzer nützliche Tipps, wie sie ihre personenbezogenen Daten im Internet schützen können. Der vzbv stellt Internetnutzern darüber hinaus Musterbriefe zur Verfügung. So können sie unkompliziert das Unternehmen kontaktieren.

5. Was, wenn das Unternehmen meiner Beschwerde nicht abhilft?

Wenn Online-Unternehmen auf Ihre Beschwerde nicht reagieren oder nicht bereit sind, mit Ihnen zu kooperieren, können Sie folgendes machen: Wenden Sie sich an den Datenschutzbeauftragen des Bundesland, in dem das Unternehmen ansässig ist. Dieser kann das Unternehmen für Sie kontaktieren. Natürlich können Sie sich auch an ein Gericht wenden. Sitzt das Unternehmen in einem anderen EU-Land oder außerhalb der EU, informieren wir Sie gern persönlich darüber, wer Ihnen weiterhelfen kann.