So erkennen und vermeiden Sie Online-Abo-Fallen

Meist werden Sie mit interessanten Angeboten, wie den unten genannten Beispielen geködert. Auf den ersten Blick ist alles kostenlos und unverbindlich – zumindest fehlt ein klarer Kostenhinweis. Und obwohl Sie sich – oft mit voller Postadresse – anmelden müssen, müssen Sie keine Angaben zu einer von Ihnen gewünschten Zahlungsweise machen.

Tatsächlich werden Sie jedoch schon kurz danach mit Zahlungsforderungen konfrontiert.

Stand der Informationen : Dezember 2017

Im Allgemeinen gilt:

Bevor Sie auf einer Internetseite Ihre Kontaktdaten eingeben, überprüfen Sie unbedingt gründlich, ob sich nicht doch irgendwo ein Kostenhinweis versteckt, in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, unter dem Anmeldebutton, inmitten oder am Ende eines kleingedruckten Textes. Scrollen Sie immer bis ans Ende einer Internetseite!

Weitere typische Köder sind:

 

1. Das „Gratisgeschenk“

Es wird der Eindruck erweckt, es gäbe ein Geschenk oder eine bestimmte Gratis-Leistung. So sollen Sie z.B. gratis Warenproben erhalten, wenn Sie sich registrieren.

 

2. Der kostenlose „Online-Test“

Sie können angeblich kostenlos einen Psycho- oder Intelligenztest machen, doch wenn Sie die Maske ausfüllen und absenden, erklären Sie auf diesem Weg unbemerkt Ihr Einverständnis für ein kostenpflichtiges Angebot.

 

3. Das Gewinnspiel

Sie glauben, an einem kostenlosen Gewinnspiel teilzunehmen, tatsächlich ist dies aber an ein Abonnement gekoppelt oder es werden doch „Gebühren“ für die Teilnahme erhoben.

 

4. Die Testphase

Ihnen wird die Möglichkeit angeboten, einen Dienst zunächst kostenfrei zu testen.

Wenn Sie dann Ihre Daten übermitteln, melden Sie sich für ein Abonnement an, das automatisch kostenpflichtig wird, wenn Sie sich nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. bis Mitternacht desselben Tages) wieder abmelden.

 

Allgemein gilt also als oberstes Gebot: Wann immer Sie sich zu etwas anmelden, schauen Sie sich alles ganz genau an! Erst recht, wenn Sie meinen, es sei gratis. Denn: Zu verschenken haben die wenigsten etwas.

Haben Sie etwas übersehen und sich angemeldet, heißt das aber noch nicht unbedingt, dass Sie zahlen müssen.

 

Sonderfall B2B

Die Button-Lösung findet nur bei Verträgen zwischen einem Unternehmen und einem Verbraucher Anwendung. B2B-Verträge, also solche zwischen zwei Unternehmern, sind von der Regelung ausgenommen.  Einige Abofallenbetreiber machen sich dies zu Nutze, indem sie ihr Angebot nur an Unternehmer richten. Trotzdem ist es Verbrauchern in der Regel möglich sich auf den Websites zu registrieren, ohne dass ein Nachweis über die Unternehmereigenschaft abgefragt wird. Der Preishinweis für das vermeintlich kostenlose Angebot wird wie bei klassischen Abofallen versteckt.

 

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