Wen die Beweislast trifft

Es gilt der zivilprozessuale Grundsatz zur Beweislast: Derjenige, der etwas von einem anderen will, muss einen entsprechenden Anspruch beweisen.

Wird in einer Rechnung auf den Abschluss eines Vertrages verwiesen, muss dieser also wirksam geschlossen worden sein und dies vom Anspruchsteller bewiesen werden.

Stand der Informationen : Dezember 2017

Eine gespeicherte IP-Adresse ist für sich genommen noch kein Beweis! 

Die sog. IP-Adresse, identifiziert Ihren Computer bei einer Einwahl ins Internet. Oft berufen sich die Fallensteller darauf, dass sie die Anmeldung dadurch nachweisen könnten, dass sie Ihre IP-Adresse abgespeichert hätten. Keine Sorge: So beeindruckend dies klingt und auch wenn dies tatsächlich Ihre IP-Adresse war – ein wirksamer Vertrag lässt sich allein darüber nicht beweisen.

Es ist dennoch ratsam, wenn Sie trotz dieser für Sie günstigen Beweislastverteilung, selbst Gegenbeweise sammeln. Manche der dubiosen Seitenbetreiber gestalten ihre Websites schnell um, so dass sie danach rechtlich in Ordnung sind. Es schadet daher nicht, im Zweifelsfall Screenshots („Bildschirmfotos“), Ausdrucke oder Zeugenaussagen parat zu haben, um ggf. gut gerüstet gegenhalten zu können.

 

Praktischer Tipp: Wie mache ich einen Screenshot?

Öffnen Sie die fragliche Internetseite mit Ihrem Browser, drücken Sie auf Ihrer Tatstatur die Taste „Druck“ bzw. „Print“ (auch „Print Screen“ oder „Print Scrn“), öffnen Sie Ihr Textverarbeitungs- oder Bildbearbeitungsprogramm, gehen Sie auf im Menü „Bearbeiten“ auf „Einfügen“, abspeichern und ausdrucken - fertig! Bitte beachten Sie: Je nach Betriebssystem muss anders verfahren werden – lesen Sie dies in der Gebrauchsanweisung nach.

 

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