Vertragsschluss im Internet

Stand der Informationen: November 2017


Im Internet abgeschlossene Verträge (sog. elektronischer Geschäftsverkehr) unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Verträgen, die im Ladengeschäft vor Ort (stationärer Handel) abgeschlossen werden.


Einige Besonderheiten sind jedoch zu beachten:


  • Sehr häufig stellen Angebote im Internet noch kein verbindliches Angebot des Händlers dar, sondern lediglich, die Aufforderung an den Kunden, ein Angebot zum Vertragsabschluss an den Händler abzugeben. Denn auch der Online-Händler möchte zunächst prüfen, ob er überhaupt einen ausreichenden Lagerbestand hat etc. Anders verhält es sich z. B. bei Online-Auktionen. Ist der Händler zur Leistung bereit, so erklärt er die Annahme des Angebotes und der Vertrag kommt zustande. Der Händler ist dann zur Lieferung verpflichtet und kann sich nur noch in Ausnahmefällen von dem Vertrag lösen.

  • Händler, die ihre Ware online anbieten, unterliegen speziellen Verpflichtungen, die zu einem großen Teil auf der sogenannten E-Commerce-Richtlinie beruhen. Dazu gehören umfangreiche Informationspflichten.

  • Die sogenannte "Button-Lösung" schreibt vor, dass ein online geschlossener Vertrag nur dann wirksam ist, wenn der Bestell-Button eindeutig beschriftet ist. Eindeutige Bezeichnungen des Buttons sind etwa "kostenpflichtig bestellen" oder "zahlungspflichtig kaufen".

  • Anders als im stationären Handel, hat der Verbraucher in vielen Fällen ein Widerrufsrecht. Er kann sich dann ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag lösen.