Unerwünschte E-Mails, SMS und MMS

Persönliche Daten werden immer häufiger gezielt gesammelt und an Gesellschaften verkauft, die diese Daten verarbeiten, auswerten und zu Werbezwecken verwenden.

Sicher erhalten auch Sie oft unerwünschte Werbe-E-Mails von Anbietern, die sie nicht kennen oder mit denen Sie bisher nicht in Kontakt standen. Dennoch enthalten diese Werbe-E-Mails erstaunlich oft Informationen zu Produkten, die die z.B. in letzter Zeit online gekauft haben. Dies zeigt in vielen Fällen, dass der Händler, bei dem Sie gekauft haben, sehr wahrscheinlich Ihre Daten weitergegeben hat. Gleichzeitig können Sie sich nicht daran erinnern, dass Sie dem Verkäufer ihr Einverständnis gegeben haben, dass er dies tun darf und dass Sie Werbung von Partnerunternehmen erhalten möchten. Bei näherer Durchsicht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers entdecken Sie jedoch, dass diese eine automatische Weitergabe Ihrer Daten an Dritte zu Werbezwecken enthalten. 

 

Diese Vorgehensweise ist verboten. Jeder Händler muss Ihnen die Möglichkeit geben, aktiv in die Verwendung Ihrer Daten einzuwilligen („opt-in“) oder aber einer solchen Verwendung ausdrücklich zu wiedersprechen („opt-out“). Die alleinige Zustimmung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nicht ausreichend.

Ausnahmen gelten nur:

  • wenn die E-Mail, die Sie erhalten, an Ihre berufliche E-Mail-Adresse erhalten und wenn der Inhalt eine Verbindung zu ihrer beruflichen Tätigkeit aufweist,
  • oder aber wenn der Inhalt eine Verbindung zu einem Produkt aufweist, dass Sie bei diesem Händler gekauft haben (Beispiel: Sie haben einen Flachbildschirm gekauft und erhalten Werbung zum Thema Home Cinema).

E-Mails, SMS oder MMS zu denen Sie nicht Ihre Einwilligung gegeben haben, werden auch „SPAM“-Nachrichten genannt.

Antworten Sie auf keinen Fall über die Antwort-Funktion Ihres E-Mail-Programmes auf diese E-Mails. Sonst weiß der Absender, dass die E-Mail-Adresse noch aktiv ist und wird diese umso mehr nutzen und seinerseits wiederum weiterverkaufen. Nachweislich aktive Adressen haben einen noch höheren Marktwert als solche bei denen nicht klar ist, ob sie noch verwendet werden.

Sollte die E-Mail allerdings einen automatischen Link enthalten, der Ihnen die Möglichkeit gibt, sich von dem Versand dieser Nachrichten abzumelden, so können und sollten Sie diesen Link nutzen.

Klicken Sie ebenfalls auf keinen Fall auf einen anderen Link als den Abmeldelink. Denn auch durch das Betätigen eines solchen anderen Links kann der Absender feststellen, dass seine Nachricht an einen aktiven Nutzer gegangen ist.

Schließlich sollten Sie auch niemals irgendwelche Anhänge öffnen, da diese nicht selten Schadsoftware (Viren, Spionageprogramme etc.) enthalten.

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