Beschränkungen für einzelne Berufe

Angehörige der freien Berufe müssen auch bei der Werbung im Internet ihr besonderes Standes- und Berufsrecht beachten.

Beispiele:
So muss auch die Homepage eines Rechtsanwaltes einen streng informativen Gehalt und eine seriöse Gestaltung aufweisen. Gem. § 43 b BRAO ist dem Rechtsanwalt Werbung nur erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Allerdings wurde die Zulässigkeitsgrenze u.a. vom BGH gelockert. In einem Urteil vom 13.11.2013 (Az. I ZR 15/12) wurden z.B. ein generelles Anschreiben von Mandanten nicht per se als unzulässig gewertet. 

Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern ist es nur erlaubt, solche Werbung zu betreiben, die sich nicht der Methoden der gewerblichen Wirtschaft bedient (keine reklamehafte Werbung).

Notare dürfen im Internet nur auf den Ort ihrer Tätigkeit hinweisen und einzelne rechtliche Beiträge veröffentlichen. Darüber hinaus ist ihnen Werbung untersagt.

Apotheker müssen bei der Werbung für Arzneimittel die Einschränkungen des Heilmittelwerbegesetzes beachten. Ferner müssen die Apotheker die Berufsordnung ihrer jeweiligen Kammer beachten und sollten daher Werbemaßnahmen vorher eingehend darauf prüfen, ob diese Maßnahmen als unlauter eingestuft werden könnten.

Ärzte oder Zahnärzte müssen sich auf neutrale, informative Angaben beschränken, insbesondere auf Sprechstunden, Adresse, Titel und einzelne Spezialisierungen. Ferndiagnosen dürfen keinesfalls erstellt werden. Auch Hinweise zur Zahnpflege sind auf der Homepage eines Zahnarztes nicht zulässig.

Weitere Informationen zu werberechtlichen Vorgaben und Beschränkungen für bestimmte Berufsgruppen erhalten Sie in einer Broschüre des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (zaw.de), über den für Sie zuständigen Berufsverband oder über die Industrie- und Handelskammern.