Betrugsfalle "Nigeria-Connection"

Stand der Informationen: Januar 2017


Was verbirgt sich hinter dieser Betrugsmasche?

Empfängern dieser betrügerischen Nachrichten werden große Summen versprochen, wenn sie afrikanischen Geschäftsleuten helfen, riesige Summen Geld außer Landes zu schaffen. Meist handelt es sich um angebliche Millionenbeträge, auch dem zur Mithilfe bereiten Empfänger soll ein Anteil in Millionenhöhe winken.

Die Geschichten, die hier präsentiert werden, sind in den meisten Fällen an sich schon sehr abenteuerlich und bei nüchterner Betrachtung wenig glaubwürdig.

Lässt sich doch jemand auf das „vermeintliche“ Geschäft ein, so wird eine anfangs geringe Gebühr verlangt, um angebliche Steuern, Anwaltskosten, Überweisungsgebühren etc. begleichen zu können. Nach der Begleichung dieser Kosten steht einem Geldtransfer an den vermeintlich helfenden Empfänger der Nachricht angeblich nichts mehr entgegen. In der Praxis werden jedoch nach jedem tatsächlich erfolgten Geldtransfer weitere, immer höhere Beträge verlangt. Angeblich für immer neue Gebühren oder Formalitäten, die der endgültigen Überweisung noch im Wege stehen.

Manchmal werden die gutgläubigen Opfer sogar zu vermeintlichen Treffen in Ausland gelockt, zuvor sollen sie jedoch die Kosten für die Flugtickets von vermeintlichen  Anwälten, Erben etc. aufkommen. Oder aber Betroffenen, die tatsächlich ins Ausland reisen, werden vor Ort schwarz eingefärbte Geldscheine gezeigt, die jedoch angeblich durch den Kauf von teuren „Spezialchemikalien“ wieder gereinigt werden können. Hierzu bräuchte man die finanzielle Beteiligung des Opfers.

Die Methoden dieser Betrüger ändern sich permanent und werden den aktuellen Gegebenheiten und Trends angepasst (gefälschte Checks, Vorgaukeln von Liebesbeziehungen über Dating-Plattformen, Todesdrohungen etc.).   Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: von den Opfern werden Vorausgebühren für verschiedene Zwecke verlangt, meist soll die Bezahlung per Bargeldtransfer erfolgen.

 

So verhalten Sie sich richtig:

  • Antworten Sie auf gar keinen Fall auf diese Versuche, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Ignorieren Sie sie einfach!
  • Geben Sie keinerlei persönliche Daten preis, ebenso wenig Ihre Kontoverbindung.
  • Geben Sie nicht auf Bitten um ein Treffen ein. Sollten Sie tatsächlich ins Ausland reisen, besteht erhebliche Gefahr für Leib und Leben.
  • Sollten Sie unsicher sein, ob es sich um Betrug handelt der nicht: wenden Sie sich im Zweifel an die Polizei.
  • Informieren Sie die Polizei, falls Sie bereits gezahlt haben, man nun mehr Geld von Ihnen verlangt und Sie sich eingeschüchtert oder bedroht fühlen.