Betrugsfalle "Nigeria-Connection"

Stand der Informationen: November 2017


Was verbirgt sich hinter dieser Betrugsmasche?

  • Empfängern dieser betrügerischen Nachrichten werden große Summen versprochen, wenn sie afrikanischen Geschäftsleuten helfen, riesige Summen Geld außer Landes zu schaffen. Meist handelt es sich um angebliche Millionenbeträge, auch dem zur Mithilfe bereiten Empfänger soll ein Anteil in Millionenhöhe winken. Die Geschichten klingen sehr abenteuerlich.
  • Lässt sich doch jemand auf das „vermeintliche“ Geschäft ein, so wird eine anfangs geringe Gebühr verlangt, um angebliche Steuern, Anwaltskosten, Überweisungsgebühren etc. begleichen zu können. Nach der Begleichung dieser Kosten steht einem Geldtransfer an den vermeintlich helfenden Empfänger der Nachricht angeblich nichts mehr entgegen. In der Praxis werden jedoch nach jedem tatsächlich erfolgten Geldtransfer weitere, immer höhere Beträge verlangt. Angeblich für immer neue Gebühren oder Formalitäten, die der endgültigen Überweisung noch im Wege stehen.
  • Manchmal werden die gutgläubigen Opfer sogar zu vermeintlichen Treffen in Ausland gelockt, zuvor sollen sie jedoch die Kosten für die Flugtickets von angeblichen Anwälten, Erben etc. aufkommen. Oder aber Betroffenen, die tatsächlich ins Ausland reisen, werden vor Ort schwarz eingefärbte Geldscheine gezeigt, die jedoch angeblich durch den Kauf von teuren „Spezialchemikalien“ wieder gereinigt werden können. Hierzu bräuchte man die finanzielle Beteiligung des Opfers.
  • Die Methoden der Betrüger ändern sich ständig und werden den aktuellen Gegebenheiten und Trends angepasst (gefälschte Schecks, Vorgaukeln von Liebesbeziehungen über Dating-Plattformen, Todesdrohungen etc.).
  • Eines ist jedoch allen gemeinsam: von den Opfern werden Vorauszahlungen verlangt.

So verhalten Sie sich richtig:

  • Antworten Sie auf gar keinen Fall auf diese Versuche, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Ignorieren Sie sie einfach!
  • Geben Sie keinerlei persönliche Daten preis, ebenso wenig Ihre Kontoverbindung.
  • Geben Sie nicht auf Bitten um ein Treffen ein. Sollten Sie tatsächlich ins Ausland reisen, besteht erhebliche Gefahr für Leib und Leben.
  • Sollten Sie unsicher sein, ob es sich um Betrug handelt der nicht: wenden Sie sich im Zweifel an die Polizei.
  • Informieren Sie die Polizei, falls Sie bereits gezahlt haben, man nun mehr Geld von Ihnen verlangt und Sie sich eingeschüchtert oder bedroht fühlen.