Abo-Fallen erkennen und vermeiden

Vorsicht Noch immer werden viele Verbraucher noch immer Opfer von Abo-Fallen im Internet. Auch eindeutige Vorgaben, wie z.B. die Button-Lösung, haben daran nichts geändert.

Stand der Informationen : Juni 2019

Woran erkenne ich Abofallen?

Bei Abofallen werden unterschiedlichste Produkte, zum Beispiel Potenzmittel, Diätpillen, Kosmetika und Filme angeboten. Verbraucher werden damit gelockt, dass sie eine kostenlose Probe, einen Gratis-Stream oder ein einmaliges, kostenpflichtiges Testpaket bestellen können.

In Wahrheit kommt es zu teuren Abo-Verträgen. Eine angeblich einmalige Lieferung, wird zum Dauerbrenner mit hohen Rechnungen. Bei den vermeintlich kostenlosen Streaming-Diensten erhalten die Verbraucher nach einigen Tagen eine aggressiv formulierte Zahlungsaufforderung ins Haus. In dieser werden dann hohe Beträge für ein angeblich abgeschlossenes Jahresabonnement gefordert. Viele haben da bereits die Anmeldung auf dem Portal wieder vergessen, da sie oftmals direkt im Anschluss eine Fehlermeldung erhalten. Sie sind dann der Meinung, die Registrierung sei fehlgeschlagen und kümmern sich nicht weiter um die Angelegenheit.

Folgende Punkte helfen, eine Abofalle zu erkennen:

  • Ist die Webseite seriös? Hinweise auf unseriöse Webseiten sind z.B. ein unvollständiges  Impressum, fehlende Kontaktmöglichkeiten, Rechtschreib- und Grammatikfehler.
  • Wenn Sie aufgefordert werden, Ihren Namen, Ihre Adresse oder gar Ihre Bankverbindung anzugeben, seien Sie skeptisch! Ein Anbieter benötigt für Newsletter oder ähnliches keine Adressdaten.
  • Prüfen Sie in einem solchen Fall genau die Internetseit sowie die Vertragsbedingungen. Suchen Sie im Internet nach Erfahrungsberichten anderer Verbraucher.
  • Lesen Sie sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters immer genau durch. Sobald dort etwas Vertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen steht, deutet das auf eine vertragliche Bindung hin, mit der dann auch Kosten verbunden sein könnten. Unseriöse Anbieter verstecken wichtige Informationen meistens sehr gut, sodass diese nur schwer auffindbar sind.
  • Überprüfen Sie, ob die Button-Lösung eingehalten wird. Nach dieser muss ein Anbieter  kurz vor Abschluss des Bestellvorgangs auf die Zahlungspflicht hinweisen hat. Fehlt es an einem korrekt beschrifteten Button, kommt kein Vertrag zustande!
  • Machen Sie Screenshots von der Anmeldeseite. Eine typische Masche unseriöser Anbieter ist es, ihre Internetseiten im Nachhinein zu ändern und einen Kostenhinweise einzufügen. Mit einem Screenshot im Zeitpunkt der Anmeldung können Sie beweisen, dass der Kostenhinweis bei Ihrer Anmeldung nicht vorhanden war.
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