Rund um den Abschluss eines Abonnements

Online-Partnervermittlungen, Premium E-Mail-Postfächer, regelmäßige Softwareupdates, Newsletter, Lotterien. Wer im Internet surft, kommt an Angeboten für Online-Abonnements nicht vorbei. Das sollten Sie vor dem Abschluss wissen:

Stand der Informationen : September 2018

1)      Kostenpflichtige Angebote?

Für Verbraucher ist in der Regel entscheidend, ob ein Abonnement mit Kosten verbunden ist und wenn ja, mit welchen. Damit Sie kostenlose von kostenpflichtigen Produkten unterscheiden können, gelten für kostenpflichtige Angebote strenge Regeln.

Wenn Sie das Abonnement durch einen Klick auf eine Schaltfläche abschließen und es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt, muss der Button entsprechend beschriftet sein. Denkbar sind folgende Formulierungen:

  • „Kostenpflichtig bestellen“
  • „Jetzt Kaufen“

Weitere Informationen zur Buttonlösung.

2)      Kostenlose Probeabos & Co.

Im Rahmen von Werbeaktionen werden oftmals kostenlose Abonnements angeboten. Typisches Beispiel sind Premium E-Mail-Postfächer, Online-Partnerbörsen oder Premium-Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken. Der Haken: Die kostenlosen Angebote sind in der Regel zeitlich befristet. Kündigt man nicht, wandelt sich das kostenlose Schnupperabonnement nach Ablauf der Testphase nicht selten in ein kostenpflichtiges Abonnement um. Die vierwöchige kostenlose Mitgliedschaft bei einem Online-Datingservice wird dann zu einer einjährigen kostenpflichtigen Mitgliedschaft.

Auch bei kostenlosen Probeabonnements mit anschließender Umwandlung in kostenpflichtige Produkte gilt die Button-Lösung. Dies bedeutet, dass der Button, über den die Anmeldung erfolgt, einen eindeutigen Kostenhinweis enthalten muss.

Achtung: Einige Anbieter verwendeten in der Vergangenheit Buttontitel wie „Jetzt gratis testen – danach kostenpflichtig“. Ein Gericht hat in einem Fall festgestellt, dass diese Formulierung nicht zulässig ist (OLG Köln, Urteil vom 03.02.2016, Az. 6 U 39/15).

Tipp:

  • Lesen Sie sich die Bedingungen des Angebots gut durch, bevor Sie bestellen.
  • Beachten Sie die Kündigungsfristen.

3)      Kostenlose Basismitgliedschaften vs. kostenpflichtige Premium-Abonnements

Nicht selten sind Abonnements wie Mitgliedschaften bei Online-Partnerbörsen kostenlos. Die Möglichkeiten der Nutzer im Rahmen solcher kostenlosen Mitgliedschaften sind in der Regel jedoch stark eingeschränkt. Um das Serviceangebot vollumfänglich nutzen zu können (Einsicht in die Profile anderer Nutzer, Versenden von Nachrichten), ist ein Upgrade zu einer kostenpflichtigen Premiummitgliedschaft erforderlich. Auch in dem Fall muss der entsprechende Button mit einem eindeutigen Kostenhinweis beschriftet sein.

4)      Gesamtpreis des Abonnements vs. Preis pro Monat

Anbieter sind verpflichtet, den Gesamtpreis des Abonnements anzugeben. Nicht selten wird darüber hinaus plakativ mit dem Preis pro Monat geworben. So soll der Preisvergleich vereinfacht werden, wenn Abonnements mit verschiedenen Laufzeiten angeboten werden. Der Preis pro Monat für ein Dreimonatsabonnements ist nämlich oftmals höher als der Preis pro Monat für ein Jahresabonnement. Die Angabe eines Monatspreises heißt aber nicht, dass der Preis in monatlichen Raten von Ihrem Konto abgebucht wird. In der Regel wird der Gesamtpreis sofort nach der Anmeldung abgebucht.

Achtung: Manche unseriösen Anbieter geben den Preis pro Monat an und erwecken den Eindruck, dass es sich um den Gesamtpreis handelt. Prüfen Sie also genau, auf welchen Zeitraum sich der Gesamtpreis bezieht.

5)      Abonnements, die über das Smartphone abgeschlossen werden

Bei „klassischen“ Online-Abonnements rechnet der Anbieter in der Regel direkt mit Ihnen ab. Sie überweisen den Preis entweder auf sein Konto oder er bucht den Betrag per Lastschrift von Ihrem Konto ab. Wenn Sie den Rechnungsbetrag bestreiten, haben Sie die Möglichkeit, den Betrag nicht zu zahlen bzw. auf Ihr Konto zurückbuchen zu lassen.

Bei Abonnements, die über ein Smartphones abgeschlossen werden, kann der Preis für das Abonnement über Ihre Telefonrechnung abgerechnet wird. Der Nachteil: Wenn Sie den Rechnungsbetrag bestreiten, müssen Sie sich mit Ihrem Mobilfunkanbieter auseinandersetzen. Buchen Sie den Betrag auf Ihr Konto zurück, besteht die Gefahr, dass Ihr Mobilfunkanbieter Ihre SIM-Karte sperrt.

Viele unseriöse Anbieter wählen diesen Weg.

Tipp: Richten Sie bei Ihrem Mobilfunkunternehmen eine Drittanbietersperre ein. So ist der Anbieter gezwungen, sich bei der Abrechnung direkt mit Ihnen auseinanderzusetzen.

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